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Humanitäre Hilfe

Welthungerhilfe unterstützt Maasai-Gemeinden

Welthungerhilfe unterstützt Maasai-Gemeinden, © Welthungerhilfe

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Humanitäre Hilfe unterstützt Menschen, die durch Naturkatastrophen, Epidemien oder Konflikte in Gefahr oder bereits in akute Not geraten sind. Die Bundesrepublik Deutschland zählt weltweit zu den wichtigsten humanitären Gebern und ist in den wesentlichen Entscheidungsgremien der UN vertreten.

Humanitäre Hilfe unterstützt Menschen, die durch Naturkatastrophen, Epidemien oder Konflikte in Gefahr oder bereits in akute Not geraten sind. Die Bundesrepublik Deutschland zählt weltweit zu den wichtigsten humanitären Gebern und ist in den wesentlichen Entscheidungsgremien der UN vertreten. Nach dem Subsidiaritätsprinzip trägt die Regierung des betroffenen Staates die Hauptverantwortung für den Schutz ihrer Bevölkerung. Internationale Hilfe greift erst dann ein, wenn die Regierung dieser Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen kann oder will.

Besonders wichtig ist der Grundsatz der Unabhängigkeit. Der einzige legitime Zweck der humanitären Hilfe ist es, Leiden zu lindern. Humanitäre Hilfe wird bedarfsorientiert geleistet. Das bedeutet, dass Hilfsempfänger nach objektiv nachvollziehbaren Kriterien ausgewählt werden.

Das international anerkannte Konzept „Linking Relief, Rehabilitation and Development“ (LRRD) sieht vor, Maßnahmen der humanitären Hilfe optimal mit der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit zu verknüpfen.

Für die praktische Umsetzung humanitärer Hilfsprojekte arbeitet das Auswärtige Amt eng mit entsprechend spezialisierten Nichtregierungsorganisationen sowie den humanitären Organisationen der Vereinten Nationen zusammen. Für eine schnelle und adäquate Reaktion ist eine professionelle Bedarfsermittlung und Koordinierung unerlässlich.

Im Jahr 2017 stellte Deutschland die Rekordsumme von rund 1,2 Milliarden Euro bereit, mit der weltweit humanitäre Hilfsprojekte finanziert wurden. Mit dem „Berliner Humanitären Appell“ hat Außenminister Gabriel im April 2017 u.a. die Hungerkrise am Horn von Afrika in den Fokus gerückt. Für den afrikanischen Kontinent wurden von Deutschland im Jahr 2017 mehr als 430 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung gestellt.

In Kenia wurde im Jahr 2017 die Arbeit des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) zur Versorgung der v.a. aus Somalia (ca. 280.000) sowie Süd-Sudan (ca. 110.000) stammenden Flüchtlinge mit 3,5 Mio. EUR unterstützt. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) wurde im Bereich der Ernährungssicherung von Flüchtlingen aber auch von Betroffenen der akuten Dürrekrise mit insgesamt 11,5 Mio. EUR unterstützt. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) erhielt 3,0 Mio. EUR für seine Projekte in Kenia. Verschiedene private und kirchliche Hilfsorganisationen erhielten insgesamt rund 2,6 Mio. EUR. Einige der unterstützen Projekte werden länderübergreifend in Kenia und Somalia durchgeführt.

Von der humanitären Hilfe zu unterscheiden sind Maßnahmen der entwicklungsfördernden und strukturbildenden Übergangshilfe, die zur Entwicklungszusammenarbeit gehört und in Deutschland vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) verantwortet wird. Auch allgemeine Armutsbekämpfung fällt in den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.

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