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Bilaterale Beziehungen

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Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Kenia gehen auf das Jahr 1963 zurück, als die ehemalige DDR als erste ausländische Nation den neuen Staat Kenia nach seiner Unabhängigkeit anerkannte.

Politische Beziehungen zu Kenia

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Kenia gehen auf das Jahr 1963 zurück, als die ehemalige DDR als erste ausländische Nation den neuen Staat Kenia nach seiner Unabhängigkeit anerkannte. Heute erstreckt sich die bilaterale Zusammenarbeit der beiden Länder auf eine große Anzahl an Bereiche wie den politischen Dialog, die Zusammenarbeit in Bezug auf außenpolitische Themen,

Kenyan President Kenyatta in Berlin
Kenyan President Kenyatta in Berlin © dpa
die Unterstützung kenianischer Institutionen, Entwicklungszusammenarbeit oder auch polizeiliche Zusammenarbeit. Die Deutsche Botschaft in Nairobi ist der wesentliche Angelpunkt der Kommunikation zwischen der kenianischen Regierung und den verschiedenen Bundesministerien auf deutscher Seite. Die Botschaftsmitarbeiter stimmen die verschiedenen Projektaktivitäten mit kenianischen und internationalen Partnern vor Ort ab, nehmen am politischen Dialog der EU mit Kenia teil und stehen im Austausch mit zahlreichen staatlichen und nicht-staatlichen Akteueren wie z. B. Kirchen oder Nichtregierungsorganisationen. Dabei beobachtet und berichtet die Botschaft über wichtige politische Entwicklungen im Land.

Es findet außerdem ein ständiger Dialog mit den verschiedenen politischen Lagern des kenianischen Parlaments statt. Teil der politischen Beziehungen ist es auch, die Haltungen beider Länder in Bezug auf internationale Fragen wie z. B. Angelegenheiten innerhalb der Vereinten Nationen abzustimmen. Zudem leistet die Botschaft Unterstützung bei hochrangigen Besuchen aus Deutschland und fördert den Austausch zwischen kenianischen und deutschen politischen Einrichtungen wie z. B. Stiftungen oder Parlamentariern. 2015 kam Außenminister Frank-Walter Steinmeier für einen offiziellen Besuch nach Kenia und 2016 hielt sich Präsident Uhuru Kenyatta in Berlin auf.

Einsatz für Menschenrechte

Neues Symbol für Menschenrechte: Taube in UN-Blau
Logo Human Rights © dpa


Der Einsatz für Menschenrechte ist eine der Säulen weltweiter deutscher Außenpolitik. Wir sind der Überzeugung, dass Sicherheit, Stabilität und letztlich auch wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand nicht wachsen können ohne die Beachtung und Respekt der Allgemeinen Menschenrechte. In dieser Hinsicht stellt der Einsatz für die Menschenrechte nicht nur eine moralische oder rechtliche Verpflichtung dar, sondern es liegt auch im ureigenen Interesse Deustchlands. Mit der Grundrechtecharte in ihrem 4. Kapitel verfügt die neue Verfassung Kenias über einen der modernsten Grundrechtskataloge der Welt. Deutschland arbeitet gemeinsam mit der kenianischen Regierung, religiösen Institutionen und der Zivilgesellschaft daran, diese Grundrechte zu verwirklichen.

Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang die „Verteidiger der Menschenrechte“. In Anlehnung an die Erklärung der Vereinten Nationen zu den Menschenrechtsverteidigern (1999) ist die Unterstützung solcher Verteidiger ein schon seit langem etablierter Bestandteil der deutschen und europäischen Außenpolitik. Menschenrechtsverteidiger sind solche Personen, Gruppen oder gesellschaftliche Organe, die sich für die allgemein anerkannten Menschenrechte und Grundrechte einsetzen und sie beschützen.

Menschenrechte Auswärtiges Amt

http://www.nairobi.diplo.de/contentblob/2771396/Daten/46153/human_rights_defenders.pdf

Ansprechpartner


Humanitäre Hilfe

A child receives Rotavirus Vaccine
A child receives Rotavirus Vaccine © UNICEFKenya/2016/Noorani


Humanitäre Hilfe unterstützt Menschen, die durch Naturkatastrophen, Epidemien oder Konflikte in Gefahr oder bereits in akute Not geraten sind. Die Bundesrepublik Deutschland zählt weltweit zu den wichtigsten humanitären Gebern und ist in den wesentlichen Entscheidungsgremien der UN vertreten. Nach dem Subsidiaritätsprinzip trägt die Regierung des betroffenen Staates die Hauptverantwortung für den Schutz ihrer Bevölkerung. Internationale Hilfe greift erst dann ein, wenn die Regierung dieser Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen kann oder will.

Der Schwerpunkt der Humanitären Hilfe der Bundesregierung in Kenia liegt in der Unterstützung der überwiegend aus Somalia und Südsudan stammenden Flüchtlinge in den Flüchtlingslagerkomplexen in Dadaab (ca. 233.000) und Kakuma (ca. 160.000). Die Arbeit des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) wurde hierfür mit 3,5 Mio. EUR unterstützt, die des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) mit insgesamt 11,5 Mio. EUR. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) erhielt 3,0 Mio. EUR für seine Projekte in Kenia und die Arbeit verschiedener Nichtregierungsorganisationen und kirchlicher Hilfswerke wurde mit insgesamt rund 2,6 Mio. EUR gefördert. Einige der unterstützten Projekte werden länderübergreifend in Kenia und Somalia durchgeführt.

https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/themen/humanitaerehilfe

http://www.unhcr.org/ke/

http://www1.wfp.org/countries/kenya