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Deutschland und Kenia: bilaterale Beziehungen

31.05.2023 - Artikel

Deutschland und Kenia pflegen traditionell enge und partnerschaftliche Beziehungen. Die Bundesrepublik Deutschland war der erste Staat, der Kenia nach der Unabhängigkeit im Jahr 1963 völkerrechtlich anerkannte. Im Jahr 2023 fanden bereits zwei hochrangige bilaterale Besuche statt: Im März besuchte der kenianische Staatspräsident Ruto Deutschland und im Mai besuchte Bundeskanzler Scholz Kenia.

Kenia ist für Deutschland ein wichtiger Ansprechpartner in einer von zahlreichen Krisen gezeichneten Region und einer der wichtigen Wirtschaftspartner Deutschlands in Ostafrika. Über 100 deutsche Unternehmen sind in Kenia vertreten, zu einem erheblichen Teil auch, um die Region Ostafrika von dort zu bedienen.

Kenia ist ein wichtiger Partner deutscher Entwicklungszusammenarbeit mit einer engen Kooperation insbesondere beim Kampf gegen den Klimawandel und der Förderung von Jugendbeschäftigung. Dies spiegelt sich auch in der Ende 2022 unterzeichneten Klima- und Entwicklungspartnerschaft wider: Im Rahmen der Partnerschaft soll zukünftig noch enger zusammengearbeitet werden, um CO2-Emissionen zu senken, klimafreundliches Wachstum zu beschleunigen und die Anpassung an den Klimawandel in der Landwirtschaft voranzubringen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Kenia zudem bei der Korruptionsbekämpfung und der Aufnahme von Flüchtlingen. Das aktuelle Gesamtportfolio der bilateralen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit liegt bei über 1 Mrd. EUR.

Bildungszusammenarbeit, Stipendien, Film- und Kreativwirtschaftsförderung bilden Schwerpunkte der kulturpolitischen Kooperation. Das Goethe-Institut in Nairobi engagiert sich im Bereich Förderung der deutschen Kultur und Sprache und besteht seit 1963. Das Regionalbüro des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Nairobi besteht seit 1973. Es fördert den wissenschaftlichen Austausch zwischen Kenia und Deutschland. In einer Vielzahl von Programmen unterstützt der DAAD besonders begabte kenianische Studierende mit Stipendien sowohl in Deutschland als auch in Kenia. Seit 1. Januar 2020 wird Deutsch als Wahlfach an kenianischen Schulen angeboten.

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