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Deutschland und Kenia: bilaterale Beziehungen

30.09.2019 - Artikel

Deutschland und Kenia pflegen traditionell enge und partnerschaftliche Beziehungen, die auf einem breiten Austausch im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich gründen. Die Bundesrepublik Deutschland war der erste Staat, der Kenia nach der Unabhängigkeit im Jahr 1963 völkerrechtlich anerkannte. Kenia ist für Deutschland ein wichtiger Ansprechpartner in einer von zahlreichen Krisen gezeichneten Region.

Kenia ist der wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands in Ostafrika. Über 50 deutsche Firmen sind in Kenia vertreten. Das bilaterale Handelsvolumen entwickelte sich in den letzten Jahren positiv und auch die Direktinvestitionen sind wieder gestiegen, wobei die soziale Ungleichheit weiterhin hoch bleibt.

Kenia ist ein wichtiger Partner deutscher Entwicklungszusammenarbeit. Schwerpunkte der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit sind Landwirtschaft, und Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung/Berufsbildung. Deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt zudem die Korruptionsbekämpfung, den Bereich Erneuerbare Energien sowie Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden. Übergeordnetes Ziel der Entwicklungszusammenarbeit mit Kenia ist die Förderung der Jugendbeschäftigung. 2018 hat die Bundesregierung neue EZ-Mittel in Höhe von rd. 100 Mio. EUR zugesagt. Das aktuelle Gesamtportfolio der bilateralen staatlichen EZ liegt bei über 500 Mio. EUR.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit, Stipendien und Sportförderung bilden Schwerpunkte der kulturpolitischen Kooperation. Das Goethe-Institut in Nairobi engagiert sich im Bereich Förderung der deutschen Kultur und Sprache und besteht seit 1963. Das Regionalbüro des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Nairobi besteht seit 1974. Es fördert den wissenschaftlichen Austausch zwischen Kenia und Deutschland. In einer Vielzahl von Programmen unterstützt der DAAD besonders begabte kenianische Studierende mit Stipendien sowohl in Deutschland als auch in Kenia. Deutschland hat zudem erheblichen Anteil am Touristenaufkommen in Kenia.

2017 wurde eine Absichtserklärung zur Errichtung einer Ostafrikanisch-deutschen Fachhochschule unterzeichnet. Diese soll als akademische Erweiterung der bestehenden TVET-Initiative (Technical and Vocational Education and Training) realisiert werden.

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